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Geschirrspüler reinigt nicht richtig – 7 häufige Ursachen und ihre Lösungen

Nach dem Spülgang befinden sich noch Essensreste auf den Tellern, Gläser wirken milchig oder Besteck bleibt fleckig. In vielen Fällen liegt nicht sofort ein technischer Defekt vor. Häufig sind ein verschmutzter Filter, falsch eingeräumtes Geschirr oder das ungeeignete Spülprogramm für das schlechte Ergebnis verantwortlich.

Dieser Ratgeber zeigt, welche Ursachen besonders häufig auftreten und wie sich die Reinigungsleistung des Geschirrspülers verbessern lässt.

1. Der Filter ist verschmutzt

Der Filter befindet sich normalerweise am Boden des Geschirrspülers. Er fängt Speisereste und andere Verschmutzungen auf, damit sie nicht erneut im Gerät verteilt werden.

Wird der Filter längere Zeit nicht gereinigt, kann das Wasser nicht mehr richtig ablaufen. Gleichzeitig können sich gelöste Speisereste während des Spülgangs wieder auf Tellern, Gläsern und Besteck absetzen.

So wird der Filter gereinigt

  1. Den unteren Geschirrkorb herausziehen.
  2. Den Filter am Boden des Geräts entriegeln.
  3. Filter und Siebeinsatz entnehmen.
  4. Unter warmem Wasser gründlich ausspülen.
  5. Festsitzende Verschmutzungen mit einer weichen Bürste lösen.
  6. Den Filter korrekt wieder einsetzen und verriegeln.

Bei regelmäßiger Nutzung sollte der Filter etwa einmal pro Woche kontrolliert werden.

2. Die Sprüharme sind blockiert

Die Sprüharme verteilen das Wasser im Innenraum. Kleine Öffnungen sorgen dafür, dass das Wasser mit ausreichendem Druck auf das Geschirr trifft.

Kalk, Speisereste oder kleine Fremdkörper können diese Öffnungen verstopfen. Dadurch wird das Wasser ungleichmäßig verteilt und einzelne Bereiche des Geschirrspülers werden nicht mehr ausreichend gereinigt.

So werden die Sprüharme überprüft

Entferne zunächst die Geschirrkörbe und kontrolliere, ob sich die Sprüharme frei drehen lassen. Anschließend können sie je nach Modell abgeschraubt oder abgezogen werden.

Spüle die Sprüharme unter fließendem Wasser aus. Verstopfte Düsen lassen sich vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einer weichen Bürste reinigen.

Wichtig ist außerdem, dass hohe Teller, Schneidebretter oder Topfgriffe die Drehbewegung der Sprüharme nicht behindern.

3. Der Geschirrspüler wurde falsch eingeräumt

Eine zu volle oder ungünstig beladene Maschine kann die Wasserverteilung erheblich einschränken. Besonders problematisch ist es, wenn Teller direkt aneinanderliegen oder Schüsseln andere Geschirrteile vollständig abdecken.

Die richtige Anordnung

In den Unterkorb gehören größere und stärker verschmutzte Gegenstände:

  • Teller
  • Töpfe
  • Pfannen
  • große Schüsseln

Der Oberkorb eignet sich für:

  • Gläser
  • Tassen
  • kleine Schalen
  • empfindlichere Geschirrteile

Die Öffnungen von Tassen, Gläsern und Schüsseln sollten nach unten zeigen. Besteck darf nicht eng ineinanderliegen, da das Wasser sonst nicht alle Oberflächen erreicht.

Der Geschirrspüler sollte gut gefüllt, aber nicht überladen werden.

4. Das gewählte Spülprogramm ist zu schwach

Eco-Programme arbeiten besonders sparsam. Sie verwenden häufig niedrigere Temperaturen und benötigen mehr Zeit. Für normal verschmutztes Geschirr sind sie in der Regel ausreichend.

Bei eingebrannten Speiseresten, fettigen Pfannen oder stark verschmutzten Auflaufformen kann ein Eco- oder Kurzprogramm jedoch zu schwach sein.

Welches Programm eignet sich wann?

Eco-Programm:
Für normal verschmutzte Teller, Gläser und Besteck.

Automatikprogramm:
Passt Temperatur und Wasserverbrauch an den Verschmutzungsgrad an.

Intensivprogramm:
Für Töpfe, Pfannen und stark eingetrocknete Speisereste.

Kurzprogramm:
Für leicht verschmutztes Geschirr, das schnell wieder benötigt wird.

Glasprogramm:
Für empfindliche Gläser und temperaturempfindliches Geschirr.

Das Programm sollte immer zum Verschmutzungsgrad passen.

5. Zu wenig oder ungeeignetes Spülmittel

Auch das Spülmittel beeinflusst das Ergebnis. Wird zu wenig Reiniger verwendet, können Fett und Speisereste nicht vollständig gelöst werden. Eine zu hohe Dosierung kann dagegen Rückstände auf Gläsern und Geschirr verursachen.

Bei Spülmaschinentabs sollte geprüft werden, ob sich der Tab vollständig aufgelöst hat. Bleibt er teilweise im Dosierfach liegen, kann dieses durch einen großen Teller oder Topf blockiert worden sein.

Pulver und Gel lassen sich genauer dosieren als Tabs. Das kann bei kleinen Beladungen oder kurzen Programmen von Vorteil sein.

6. Salz oder Klarspüler fehlen

Regeneriersalz unterstützt die Wasserenthärtung im Geschirrspüler. Es reduziert Kalkablagerungen und verbessert die Wirkung des Reinigungsmittels.

Klarspüler hilft dabei, dass Wasser nach dem Spülgang besser von Gläsern und Geschirr abläuft. Dadurch entstehen weniger Tropfen, Flecken und Schlieren.

Typische Hinweise

Weiße Ablagerungen auf Geschirr:
Möglicherweise fehlt Regeneriersalz oder die Wasserhärte ist falsch eingestellt.

Wassertropfen und Schlieren:
Der Klarspüler könnte leer oder zu niedrig dosiert sein.

Milchige Gläser:
Mögliche Ursachen sind hartes Wasser, zu hohe Temperaturen oder eine ungeeignete Dosierung.

Auch bei Multifunktionstabs können zusätzliches Salz und Klarspüler notwendig sein, insbesondere in Regionen mit hartem Wasser.

7. Die Wassertemperatur ist zu niedrig

Fett löst sich bei zu niedrigen Temperaturen nur unzureichend. Auch Spülmittel entfaltet seine volle Wirkung häufig erst bei einer bestimmten Temperatur.

Kommt das Geschirr dauerhaft kalt oder nur leicht warm aus der Maschine, könnte ein Problem mit dem Heizelement oder dem Temperatursensor vorliegen.

Ein einzelner kühler Eco-Spülgang ist noch kein sicherer Hinweis auf einen Defekt. Bleibt das Wasser jedoch bei allen Programmen kalt, sollte das Gerät überprüft werden.

Wann liegt wahrscheinlich ein technischer Defekt vor?

Eine professionelle Überprüfung ist sinnvoll, wenn:

  • das Wasser nicht mehr warm wird,
  • die Maschine kein Wasser zieht,
  • das Wasser nicht abgepumpt wird,
  • ungewöhnliche Geräusche auftreten,
  • Fehlercodes angezeigt werden,
  • die Sprüharme trotz Reinigung keinen ausreichenden Wasserdruck erhalten,
  • das Geschirr nach mehreren Reinigungsversuchen weiterhin stark verschmutzt bleibt.

Vor einer Reparatur sollte geprüft werden, wie alt das Gerät ist und ob sich die Reparatur wirtschaftlich noch lohnt. Bei älteren Geschirrspülern kann ein modernes, energieeffizienteres Modell langfristig die sinnvollere Lösung sein.

So lässt sich die Reinigungsleistung dauerhaft verbessern

Für zuverlässig sauberes Geschirr helfen einige einfache Routinen:

  • Grobe Speisereste vor dem Einräumen entfernen.
  • Den Filter regelmäßig reinigen.
  • Die Sprüharme auf Verstopfungen kontrollieren.
  • Geschirr nicht zu dicht einräumen.
  • Das passende Spülprogramm verwenden.
  • Salz und Klarspüler rechtzeitig nachfüllen.
  • Regelmäßig einen heißen Spülgang durchführen.
  • Den Geschirrspüler gelegentlich mit einem Maschinenreiniger säubern.

Fazit

Wenn ein Geschirrspüler nicht mehr richtig reinigt, ist nicht automatisch eine Reparatur erforderlich. Häufig lassen sich schlechte Spülergebnisse durch die Reinigung des Filters, freie Sprüharme und eine bessere Beladung beheben.

Bleibt das Problem trotz gründlicher Pflege bestehen oder wird das Wasser nicht mehr erhitzt, kann ein technischer Defekt vorliegen. In diesem Fall sollte geprüft werden, ob eine Reparatur sinnvoll ist oder ob der Austausch gegen ein neues Gerät langfristig wirtschaftlicher wäre.

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